Die Anwendungen machen es aus…
12.07.2008 von Jens-Christian Fischer |Nach 36 Stunden mit dem neuen iPhone ein erstes Fazit:
Die Hardware gefällt! Ich hatte ursprünglich Angst davor, dass die Plastikschale nicht so edel sei, wie das Aluminiumgehäuse der ersten Generation. Diese Angst erwies sich als unbegründet: Das iPhone fühlt sich in der Hand besser an. “Nicht so rutschig wie eine Seife”, sagt meine Frau, die sich mit dem Ersten überhaupt nicht anfreunden konnte.
Der Display ist einen Tick kleiner als früher, das fällt aber kaum auf.
GPS funktioniert, ist erstaunlich schnell (ein Fix dauert circa 15 Sekunden). Wenn man die Horrorgeschichten über das Nokia N95 hört, ist man da richtig froh. Das Zusammenspiel mit der Kartenanwendung funktioniert perfekt. Die GPS Funktion ist sicherlich kein Ersatz für ein richtiges Navigationsgerät. Ihr Zweck ist vielmehr die Grundlage für die sog. Location Based Applications zu sein; also den Anwendungen zu sagen, wo sich das Telefon gerade befindet.
War das ursprüngliche iPhone eine Revolution, ist das 3G Gerät eine Evolution. Details, kleine Verbesserungen an der Hardware, keine grossen Sprünge. Ein typisches zweites Produkt in einer Apple Produktelinie. Die nächste Revolution steht uns vermutlich in einem Jahr bevor…
Das wichtigste am neuen iPhone ist allerdings die neue Software—und die steht ja auch den alten Geräten offen (zumindest den ungehackten—im Moment noch).
Hier haben die Apple Entwickler viele Kritikpunkte behoben: Angefangen bei der höheren Geschwindigkeit der SMS Anwendung, hin zur Suche in den Kontakten bis zu den ganzen “geschäftlichen” Dingen, wie Microsoft Exchange Unterstützung, VPN oder dem Löschen von gestohlenen Geräten.
Und natürlich der AppStore, der es erstmals möglich macht, dass normale Anwender zusätzliche Software auf ihr Telefon laden. Natürlich lässt sich einwenden, dass das mit den ge-jailbreakten Geräten auch ging oder das Windows Mobile oder Symbian Handies schon seit ewigen Zeiten Software laden konnten.
Es war aber noch nie so einfach und komfortabel zu neuer Software zu kommen wie jetzt. Der AppStore ist bereits mit über 500 Programmen gefüllt, und es dürften in nächster Zeit mehr werden. Die Qualität ist durchwachsen: Es gibt einiges an Schrott (wie auf den anderen mobilen Plattformen auch) aber es sind auch einige Perlen dabei.
In nächster Zeit folgen hier Besprechungen von Programmen, die wir probiert und für gut befunden haben.
In der Zwischenzeit nur ganz kurz die Anwendungen, die den Weg auf mein iPhone gefunden haben:
Kürzestbeschreibung:
- Things Getting Things Done. Noch nicht ganz fertig, aber wunderschöne “ToDo” Liste
- Advent Das Ur-Ur-Ur Adventure, “Colossal Cave”
- NetNewsWire Das mobile Gegenstück zum besten RSS Reader auf dem Mac. Verbesserungswürdig
- Shazam Du hörst ein Lied und willst wissen wie es heisst? 15 Sekunden lang Shazam laufen lassen und du weisst es: Beindruckend
- Twitterific Ein Twitterclient, ebenfalls Verbesserungswürdig.
- TapTap Tipp im Takt zur Musik: Schlecht für die Sehnen der Hand, macht aber Spass
- Cro Mag Cart Renn Spiel an dem meine Kinder viel Freude haben
- Graffito Hinterlass einen Kommentar zu einem Ort. Spartanische Anwendung mit Geolocation
- Band Musikmachen für Dummies. Macht Spass und tönt gut
- Enigmo Witziges, gut gemachtes, herausforderndes Puzzlespiel
- Exposure Flickr Client der Geolocation unterstützt. Cool!
- Monkey Ball Muss man dazu was sagen? Extrem frickelige Steuerung macht das ganze nicht gerade zum Vergügen
Und wie sieht es bei euch aus? Welche Anwendungen laufen auf eurem iPhone und was sind eure Erfahrungen?
