Wir basteln uns ein iPhone nano (Gerücht)

04.03.2008 von Jens-Christian Fischer |

Nachdem der 29.2 kam und ohne iPhone für die Schweiz wieder ging, ist die Enttäuschung in der Schweiz riesengross. Wir haben etwas recherchiert und es scheint wirklich so zu sein, wie die Bilanz letzthin meldete: In den Backoffices von Swisscom sind auch nur gehackte iPhones zu sehen.

Der neue Auftritt der Swisscom (gelungen übrigens, wie ich finde) wurde von der englischen Designagentur Moving Brands gestaltet. In einem Blogeintrag beschreiben die Macher die Gedanken, die sie sich zum neuen Auftritt der Swisscom gemacht haben und zeigen auch Beispiele für der Einsatz des neuen Brandings - etwa mit Werbeplakaten für Mobiltelefone:

Ad-Vorher

Aus diesem »Lorem Ipsum« Sketch haben die desperaten iPhone Auguren der Schweiz sofort das Kommen des iPhones herbeigedichtet. Das Resultat ist u.a. ein leicht verändertes Bild auf der oben genannten Website:

Ad-Nachher

Nicht genug damit: Ein weiteres Gestaltungsbeispiel (Photoshop lässt grüsse) beschwört nun das iPhone nano herauf - natürlich exklusiv für den Schweizer Markt mit wahlweise GPS, UMTS oder eingebauter Kuhglocke.

Was alle diese iPhone 2.0 Beschwörer nicht begreifen, ist wie ein Mobiltelefon entsteht. Ein ganz wichtiger Teil der Entstehung ist die Zulassung durch eine Stelle wie die FCC in Amerika. Jedes Gerät, dass funkt, muss von dieser Behörde geprüft und zugelassen werden. Und dieser Prozess ist öffentlich, weshalb man immer sehr genau weiss, welche Geräte in den nächsten Monaten in den Regalen stehen werden. Genau das war auch der Grund weshalb Apple das iPhone im Januar 2007 vorstellte: Steve Jobs selber sagte, dass er es vorzieht selber das Geheimnis zu lüften.

Alle Wunschträume über das iPhone 2.0, dass kleiner, schöner, schneller, besser sein soll sind also genau das: Wunschträume. Mit unserer Realität haben sie nichts gemeinsam. Ich wette dass Steve Jobs uns das iPhone 2.0 präsentieren wird und dass es dann auch wieder mehrere Monate dauern wird, bis es erhältlich sein wird. Genauso, wie es alle anderen Handyhersteller übrigens auch machen: Angekündigt werden immer die Modelle, die erst mehrere Monate später erhältlich sein werden. Die Mühlen der Verwaltung drehen eben langsam.

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