Gehackte iPhones (noch) nicht auf 1.1.3 updaten

16.01.2008 von Jens-Christian Fischer |

Das eben veröffentlichte Softwareupdate 1.1.3 ist nicht ganz schmerzfrei für diejenigen unter uns, die sich kein offizielles iPhone kaufen dürfen (Hallo Swisscom! Hallo Apple - ich möchte euch mein Geld geben…)

Wie zu erwarten funktioniert erst mal gar keine der verschiedenen Entsperrungsfunktionen. Das iPhone ist ja auf vielerlei Arten vor Veränderung geschützt. Erstens lässt sich keine eigene oder fremde Software darauf installieren. Diese Sperre liess sich jedoch bis zur Version 1.1.1 (und 1.1.2 mit entsprechender Vorbereitung in 1.1.1) umgehen. Jailbreaken (also Gefängnisausbruch) nennt man diese Art der Entsperrung. Auf einem solch behandelten iPhone lassen sich dutzende von mehr oder wenig sinnbefreiten Anwendungen installieren. Wir dürfen davon ausgehen, dass dieses Bedürfnis nach der Offenlegung der Programmierschnittstellen (SDK — Software Development Kit) durch Apple im Februar, abnehmen wird.

Die zweite, gravierendere, Sperre, ist das Simlock. Damit verhindern Apple und die ausgewählten Telefongesellschaften (AT&T, T-Mobile und Orange) dass Kunden anderer Mobilfunkbetreiber ein iPhone nutzen. Diese Sperre liess sich bis und mit 1.1.1 softwaremässig umgehen. Ein Update der sog. Baseband Software des Telefons verunmöglichten das aber seit der Version 1.1.2. Unser Leser semaphore hat das in einem entsprechenden Kommentar hier bereits ausgeführt.

Die einzige Möglichkeit ein iPhone, dass mit der Softwareversion 1.1.2 verkauft wurde, SIM mässig zu entsperren, ist eine Hardwarelösung, wie TurboSIM. die dem iPhone während der Initialisierung eine AT&T SIM vorgaukelt.
Turbosim

Unser Redaktions-iPhone ist mit der TurboSIM Methode Swisscom tauglich gemacht worden (in einer Prozedur, die 4 Stunden dauerte und nur für Leute mit einem ruhigen Händchen ist. Ich selber würde das nicht noch ein zweites Mal machen wollen)

Das 1.1.3 Update macht nun (wie erwartet) sämtliche bekannten Unlocks - egal welcher Art - zunichte. Pikanterweise funktionieren auch die offiziellen (also von T-Mobile für €999 verkauften) freien iPhones nach dem Update nicht mehr. Wer also ein entsperrtes iPhone hat, tut gut daran, keinen Update durchzuführen.

Ob es überhaupt möglich sein wird, die 1.1.3 (und kommende Versionen) zu entsperren ist fraglich. Softwaramässig dürfte sowieso nichts mehr zu machen sein. Ob die Hardwarelösungen wieder funktionieren werden, steht in den Sternen. Man kann jedoch sicher sein, dass die Hackergemeinde alles dransetzt, das iPhone der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen.

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  1. 2 Kommentare to “Gehackte iPhones (noch) nicht auf 1.1.3 updaten”

  2. By Jim on 19.01.2008 | Antworten

    Hallo allerseits,

    hab mir letzte Woche ein legales iphone bei orange zugelegt. Da mir im Geschäft gesagt wurde, dass es nachdem es entsperrt wurde, auch in Luxembrg funktionieren würde, bin ich jetzt ziemlich skeptisch. Nicht nur dass ich seit einer Woche auf einen Brief (2008- ein Brief???????) warte der mir den Verlauf zum entsperren erklären soll, so hab ich jetzt erst erfahren, dass es eventuell nicht funktioniert. Die Frage ist jezt natürlich was machen? Kann ja wohl nicht sein, dass man 750 € für ein Handy ausgibt das nicht funktioniert… Wenn jemand weiss was mich machen soll, dann würde ich mich über ein Kommentar freuen.
    Danke im voraus.

  3. By Dan on 26.01.2008 | Antworten

    Hallo! Ich benütze ein 1.1.3 iPhone inkl. neustem Baseband mit Swisscom, funktioniert alles perfekt! Auch das neue “locate me” Feature in der Maps Applikation. Vorgegangen bin ich nach dem Guide auf http://www.trick77.com

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