Microsofts erste iPhone-Anwendung
14.12.2008 von Henning von Vogelsang
Microsofts Haltung gegenüber dem iPhone schien bisher klar negativ: es habe keinen Einfluss auf den Markt mobiler Geräte, und Apple mache mit dieser Plattform viele Fehler.
Diese Haltung scheint sich allmählich zu ändern. Letzte Woche hat Microsoft Seadragon Mobile (iTunes Link) für das iPhone herausgegeben. Die Anwendung bringt die Seadragon-Funktion auf das iPhone, mit der man praktisch unendlich in ein Bild mit hoher Auflösung hineinzoomen kann. Diese Funktionalität hatte Microsoft zuletzt auch in Silverlight eingebaut.

Über die Spielerei hinaus bleibt der direkte Nutzen dieser Anwendung vorerst im Dunkeln. Obwohl es sicher Anwendungen geben könnte, für die diese Technologie nützlich sein könnte, wie etwa Detailkarten der Mondoberfläche, oder Detailansichten des Inneren eines Autos.
Mit dem Release von Seadragon könnte Microsoft auch einfach ein Marketinginstrument nutzen. Einerseits lenkt so eine iPhone-Anwendung die Aufmerksamkeit von potenziellen Nutzern (wie Autofirmen, wenn man dem Beispiel oben folgt) auf die Technologie hinter Seadragon. Andererseits kann Microsoft über Trackingfunktionen des Apple iTunes Stores auch herausfinden, wieviel Interesse für Anwendungen von Microsoft vorhanden ist.
Seadragon ist auf dem iTunes Store gratis erhältlich und sollte sowohl auf dem iPhone als auch auf dem iPod Touch funktionieren.